Mein Garten
Das Gartenjahr im Überblick
Im Garten gibt es immer was zu tun. Damit Sie nicht vergessen, welche Arbeiten wann anstehen, gibt es bei uns den Jahresüberblick.
Februar
Bei frostfreiem Boden können Sie Sträucher umsetzen, im März bzw. April treiben sie dann schon wieder an neuer Stelle aus. Nach dem Umpflanzen gut angießen, sonst trocknen die Wurzeln aus! Auch Kübelpflanzen können Sie an wärmeren Tagen umtopfen.
Immergrüne Pflanzen benötigen auch im Winter Wasser – gießen Sie sie an frostfreien Tagen. Topfpflanzen mit einem Vlies umwickeln, ansonsten rundum mit Zweigen und Laub schützen. Einige immergrüne Pflanzen, wie der Kirschlorbeer, bekommen von hartem Frost braune Blätter – betroffene Zweige können Sie im Frühjahr herausschneiden.
Zeit, den Gartengeräten eine kleine Frischekur zu verpassen! Den Rasenmäher warten, Gartenscheren und Messer schleifen und wackelige Stiele reparieren. Ihre Teakmöbel können Sie mit Seifenlauge und Bürste auffrischen.
März
Lange haben wir gewartet, jetzt startet endlich die Gemüsesaison! Zumindest auf der Fensterbank: Tomaten, Paprika, Auberginen und einjährige Kletterpflanzen können jetzt drinnen gesät werden. Spezielle Anzuchtkästen mit Deckel schützen vor Zugluft. Nicht angießen, lieber mit einem Pumpsprüher befeuchten. Nach zwei bis drei Wochen die Keimlinge mit einem Pikierstab trennen, die zu dicht beieinander wachsen.
Tulpen und andere Zwiebelblumen blühen später schöner und kräftiger, wenn sie noch vor der Blüte mit einem mineralischen Dünger gedüngt werden.
Der Rasen muss sich vom Winter erholen. Wenn Ende des Monats kein Frost mehr herrscht, können Sie Liegengebliebenes wie Laub entfernen. Als Nächstes wird vertikutiert – so gelangt Sauerstoff in den Boden. Eine erste Düngung gibt Kraft für den Neuaustrieb.
Sie wünschen sich Rosen, eine neue Hecke oder mehr Beerensträucher im Garten? Jetzt ist Pflanzzeit – natürlich erst, wenn kein Frost mehr herrscht!
April
In den Beeten ist Frühjahrsputz angesagt: Rund um die winterharten Stauden das alte Laub und Pflanzenreste sowie Unkraut entfernen. Den Boden rundherum auflockern, die Stauden freuen sich über etwas Dünger. Sind Ihnen Ihre Beete zu leer? Dann kaufen Sie blühende Tulpen, Primeln oder Hyazinthen und setzen Sie sie in die Lücken. Nächstes Jahr kommen die Pflanzen wieder!
Die ersten einjährigen Sommerblumen wie Ringelblumen können jetzt ins Freiland gesät bzw. in Töpfen auf dem Balkon gezogen werden! Sonnenblumen in Töpfen vorziehen.
Kürbissamen jetzt in Töpfen vorziehen, dann können Sie sich im Herbst über prächtige Exemplare freuen! Geben Sie dazu je einen Saatkern in einen kleinen Topf. Mitte Mai können Sie die Pflanze ins Freiland setzen.
Haben Sie ein Erdbeerbeet? Dann wird’s Zeit, abgestorbene Blätter zu entfernen, Unkraut zu jäten und den Boden zu lockern. Für große, saftige Früchte pro Quadratmeter ca. 30 g Erdbeerdünger einarbeiten.
Mai
Ab in die Beete: Unkraut jäten, Schnecken vertreiben (z. B. mit Schneckenkorn). Erst nach den Eisheiligen um den 15. Mai herum das vorgezogene Gemüse einpflanzen und die einjährigen Sommerblumen wie Cosmea, Tagetes, Sonnenblumen etc. ins Freiland säen. Im Gemüsebeet können Bohnen, Einlegegurken, Möhren oder Sommersalate und vieles mehr ausgesät werden.
Jetzt schon Gladiolen für den Spätsommer stecken – das geht auch auf dem Balkon!
Auch die Pflanzzeit für Stauden sollten Sie nicht verpassen, die Pflanzen stehen schon in wenigen Wochen in voller Blüte.
Wenn Sie einen neuen Rasen anlegen wollen, ist jetzt die beste Zeit dafür. Vorher den Boden ebnen und vertikutieren, für die Aussaat einen warmen, windstillen Tag aussuchen. Ausreichend und regelmäßig wässern und in den ersten sechs Wochen nicht betreten oder mähen! Für die Nachsaat bei kahlen Stellen gibt es spezielle Nachsaatmischungen, die dafür besonders geeignet sind.
Juni
Der Juni ist besonders arbeitsintensiv - Unkraut wie Giersch sprießt und gedeiht. Chemische Unkrautvernichter sind nicht jedermanns Sache – vor allem dann nicht, wenn im Garten Obst und Gemüse wachsen oder Kinder spielen.
Am wirkungsvollsten entfernen Sie unerwünschtes Grünzeug immer noch, indem Sie es samt Wurzel ausreißen – nicht oberflächlich abzupfen.
Bei Fliederbüschen die abgeblühten Rispen abschneiden, sonst bilden sie Samen. Sträucher wie Ginster, die schon geblüht haben, können noch bis Ende des Monats zurückgeschnitten werden. Dabei vor allem alte Triebe entfernen, die an der Dicke und dunkleren Farbe zu erkennen sind.
Rosen auf Blattläuse untersuchen – das Ungeziefer schwächt die Pflanze, sie blüht weniger schön. Bei starkem Befall ein spezielles Anti-Blattlaus-Mittel sprühen.
Juli
Der Rasen ist zurzeit in Hochform und wächst schnell – mähen Sie schon deshalb häufig, um das Wachstum in die Breite zu fördern, einmal pro Woche ist ideal. Die Halmlänge sollte nicht kürzer als fünf und nicht länger als sieben Zentimeter sein. Ist das Gras zum Beispiel nach einem Urlaub länger, mähen Sie es in zwei Schritten, zum Beispiel erst auf neun, dann auf sechs Zentimeter.
Eigene Tomaten sind des Hobbygärtners ganzer Stolz – jetzt müssen die Nachtschattengewächse oft ausgegeizt werden. Die Seitentriebe werden dabei entfernt, damit die P?anzen all ihre Kraft ins Wachstum der Früchte stecken können.
Kübel- und Balkonpflanzen blühen länger, wenn Sie verwelkte Blüten entfernen. Stauden nach der ersten Blüte zurückschneiden, dann blühen Sie im Herbst ein zweites Mal.
August
Rosen erhalten jetzt ihren Sommerschnitt. Entfernen Sie Verblühtes, damit sich die Früchte der Rose nicht entwickeln, sondern neue Triebe entstehen. Eine Düngergabe stärkt das Wachstum.
Wie sieht’s aus in Ihrem Gemüsebeet? Gurken und Tomaten sind erntereif! Blätter an den Tomatenpflanzen, die dunkle Flecken zeigen, müssen entfernt werden, sonst breiten sich die Flecken auf die ganze Pflanze aus.
Beim Kürbis darauf achten, dass sich pro Pflanze nur zwei bis drei Früchte entwickeln, so werden sie größer.
Lavendel wird im August um die Hälfte zurückgeschnitten, dann kommt er nicht nur besser durch den Winter, sondern treibt noch einmal aus. Hecken aus Nadelgehölz können jetzt ebenfalls geschnitten werden.
September
Hmm, Leckeres aus dem Obstgarten! Im September ist Erntezeit. Aus frühen Äpfeln und Birnen oder späten Zwetschgen werden leckere Kuchen oder Marmeladen. Sie wissen nicht, ob Ihr Obst schon reif ist? Machen Sie die Pflückprobe: Lösen sich die Äpfel oder die Birnen ganz leicht und samt Stiel vom Baum, sind sie reif.
Damit der Garten im Winter nicht so kahl aussieht, können Sie vorausschauend immergrüne Gehölze – wie Kirschlorbeer, Ilex oder Rhododendron – pflanzen. Auch neue Stauden fürs nächste Jahr kommen jetzt in die Beete.
Gladiolenknollen nach der Blüte auszugraben lohnt sich, denn sie vermehren sich und blühen im nächsten Sommer wieder.
Dazu werden sie zehn Zentimeter oberhalb der Knolle mit einem scharfen Messer abgeschnitten und an einem luftigen Ort getrocknet, später am besten in Zeitungspapier eingeschlagen in einer Holzkiste aufbewahrt.
Oktober
Ans nächste Frühjahr denken und schon jetzt Tulpenzwiebeln setzen! Die Pflanztiefe beträgt 10 bis 15 Zentimeter. Werden die Blumen in Grüppchen gepflanzt, sollte der Abstand zueinander ca. 10 Zentimeter betragen.
Machen Sie Ihren Teich langsam winterfest – durch zersetzte Pflanzenteile entstehen sonst giftige Gase. Laub und verwelkte Pflanzenteile entfernen bzw. herausfischen. Stellen Sie ein Bündel Stroh in den Teich, sodass Pflanzen und Fische auch bei gefrorenem Wasser Sauerstoff erhalten.
Im Staudenbeet können Sie nun Pflanzen wie Margeriten oder Pfingstrosen teilen und die „Abkömmlinge“ an anderer Stelle im Garten einpflanzen. Dazu die Pflanze ausgraben und die Wurzeln mit den Händen trennen, sodass zwei Stücke entstehen.
November
Der Monat des Aufräumens – Laub harken, das letzte Mal den Rasen mähen. Doch nicht alles Laub kommt auf den Kompost: Laubhaufen bieten im Winter den Tieren Schutz, ebenfalls eignet sich Laub, um die Wurzeln von jungen Bäumen und immergrünen Pflanzen vor Frost zu schützen.
Leere Beete mit Reisig, Laub und Stroh abdecken. Auch Blumenzwiebeln fürs nächste Frühjahr können noch gesteckt werden, solange noch kein Frost herrscht. Topf- und Kübelpflanzen müssen spätestens jetzt ins Winterquartier!
Im Blumenbeet verblühte Stauden bis kurz über dem Boden abschneiden. Rosen müssen vor Frost geschützt werden. Häufen Sie Erde um die Pflanze an, damit die Triebe nicht erfrieren.
Dezember/Januar
Daran denken, alle Wasserleitungen abzustellen und Gartenschläuche etc. zu entleeren, um Frostschäden vorzubeugen.
Für schönere Früchte im nächsten Jahr können Sie an frostfreien Tagen den Obstbäumen ihren Winterschnitt verpassen. Abgestorbene Äste werden entfernt und die Krone ausgelichtet. Ab und zu mal nach den Kübelpflanzen im Winterquartier sehen – sie müssen zwar nicht häufig gegossen werden, dürfen aber auch nicht austrocknen.
Das nächste Gartenjahr planen! Wälzen Sie Bücher und Ratgeber – und schauen Sie sich noch mal in aller Ruhe die Fotos vom letzten Sommer an.
