famila einfach Bio!
Wo das Bio-Siegel drauf ist, sind auch Bio-Produkte drin. myTime sprach mit einem Experten für Bio-Lebensmittel.
Bio-Käufer haben viel Sinn für Genuss und Lebensart, sie interessieren sich für die Herkunft ihrer Lebensmittel und achten auf ihre Gesundheit. Auch die Ideen, die hinter dem biologischen Landbau und der Verarbeitung seiner Produkte stehen, werden hinterfragt.
Genau das spüren die famila-Mitarbeiter in den Märkten. Diesem gesteigerten Informationsbedarf wurde man bei famila jetzt auch mit dem Biomobil gerecht, das verschiedene famila-Standorte besuchte. Das Biomobil wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert.
Im Rahmen des Bundesprogramms „Ökologischer Landbau“ informiert es umfangreich über alle Fragen rund um Bio-Lebensmittel. Als Ansprechpartner stehen mit Eduard Hüsers und seinem Team Experten auf dem Gebiet der Ökologischen Landwirtschaft zur Verfügung. Wir haben Hüsers einmal die häufigsten Verbraucherfragen gestellt. (Interview unten)

Das neue europäische Bio-Siegel: Hinter diesem Zeichen steckt garantiert Bio-Ware!
Was bedeutet Bio?
Der Kauf von Bio-Produkten gibt ein gutes Gefühl. Schließlich steht hinter Bio der Leitgedanke des Wirtschaftens im Einklang mit der Natur. Was sich zunächst so allgemein anhört, ist jedoch durch die EG-Öko-Verordnung exakt festgeschrieben: Sie fordert für die Produktion von Bio-Produkten abwechslungsreiche, weite Fruchtfolgen, eine artgerechte Tierhaltung und die Fütterung mit ökologisch produzierten Futtermitteln ohne Beigabe von Antibiotika.
Wichtig: Bei der Herstellung von Bio-Produkten wird auf Folgendes generell verzichtet:
- Bestrahlung von Lebensmitteln
- gentechnisch veränderte bzw. hergestellte Zutaten
- Pflanzenschutz mit chemischsynthetischen Mitteln
- leicht lösliche und schnell wirksame Düngemittel
Bio-Wirrwarr
Manchmal können die Bezeichnungen auf unseren Lebensmitteln ganz schön verwirrend sein. Deklarierungen wie zum Beispiel „aus kontrolliertem Anbau” besagen nämlich nicht, dass es sich tatsächlich auch um Bio-Produkte handelt. Da „Bio” und „Öko” jedoch geschützte Begrifflichkeiten sind, kann diese goldene Regel sehr hilfreich sein: „Nur wo Bio oder Öko drauf steht, ist auch Bio oder Öko enthalten!”
Geschütze Begriffe nach EG-Öko-Verordnung sind zum Beispiel:
- Bio/Öko
- biologisch/ökologisch
- kontrolliert biologisch/ökologisch
- biologischer/ ökologischer Landbau
- biologisch-dynamisch
- biologisch-organisch
INTERVIEW
Eduard Hüsers
Der 56-jährige Agraringenieur ist ein ausgewiesener Bio-Experte. 15 Jahre lang bewirtschaftete er einen Bioland-Betrieb im Oldenburger Land.
Als Mitbegründer der Oldenburger Beratungsfirma ProZept ist er seit 14 Jahren in der Bildungsarbeit tätig und informierte jetzt famila-Kunden mit dem Biomobil über Bio-Lebensmittel.
Ist es aus Ihrer Sicht sinnvoll, auf Bio-Produkte zurückzugreifen?
Ja, denn durch den ökologischen Anbau werden Umwelt, Klima und Tiere geschützt. Die Produkte sind frei von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und Mineraldünger. Es ist gewährleistet, dass sie keine gentechnisch veränderten Organismen enthalten. Eine Qualität, die man schmeckt!
Woran erkenne ich Bioprodukte?
Das staatliche Bio-Siegel ist das bundeseinheitliche Dachzeichen für Erzeugnisse aus dem ökologischen Landbau. Es steht für die kontrollierte Erzeugung von Bio-Produkten. Ein Beispiel hierfür ist auch die famila-Eigenmarke NaturWert Bio. Darüber hinaus gibt es noch Logos der Anbauverbände, wie Bioland oder Demeter, deren Bio-Standards noch weiter gehen als die der EU.
Wie wird sichergestellt, dass die Standards, die für das Bio-Siegel gelten, auch bei Importwaren eingehalten werden?
Das Kontrollsystem ist engmaschig, entsprechende Zertifikate müssen nachgewiesen werden. Dabei wird der gesamte Warenfluss, quasi vom Acker bis in den Markt, einbezogen.
