ABFÜLLEN   Abfüllen bezeichnet das Umfüllen des Weines vom Fass in Flaschen. Das Abfüllen kann - je nach Größe des Betriebes - halbautomatisch oder auch vollautomatisch auf Füllstraßen erfolgen. Dabei muss beachtet werden, dass der Wein möglichst wenig Kontakt mit der Luft hat. Ausdrücke wie „Abfüllung am Herkunftsort“, „hergestellt und abgefüllt“, oder „Erzeugerabfüllung“ besagen, dass der Herkunfts-und Erzeugerort mit dem Ort der Abfüllung übereinstimmt. Ansonsten muss die Aufschrift auf dem Flaschenetikett „abgefüllt von...“ lauten.
     
ABGANG     Kurzer oder langer geschmacklicher Eindruck, den ein Wein nach dem Schlucken auf dem Gaumen hinterlässt. Ein langer Abgang zeichnet einen hochwertigen Wein aus. Ein schwacher Abgang zeigt sich durch das rasche Nachlassen des Eigengeschmacks. Oft auch Zeichen für einen ungenügenden Säuregehalt.
     
ABOCADO   Spanische Bezeichnung für einen halbtrockenen Wein
     
ABSTICH    Umfüllen eines Weines in einen anderen Behälter. Dabei wird der Wein vorsichtig vom Bodensatz bzw. von den Trübstoffen getrennt.
     
ADTRINGIEREND    Hohe und junge Säuren können im Mund zu einer austrocknenden Wirkung führen. Dieses pelzige etwas taube Gefühl im Mund kann ebenso von unreifen Tanninen oder einer konzentrierten Gerbsäure aus Traubenschalen oder Holzfässern herrühren.
     
ALKOHOLISCHE GÄRUNG   Prozess im Weinmost zur Umsetzung von Zucker durch Weinhefe in Äthylalkohol und CO2 (Kohlendioxid) durch natürliche Weinhefe.
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ANSCHNITT   Fachausdruck beim Rebanschnitt: beim Anschnitt wird festgelegt, wie viele "Augen" an der Fruchtrute belassen werden; die Länge der Fruchtrute ist entscheidend für den späteren Ertrag, daher ist der Anschnitt ein wichtiges Instrument der Ertragsbeschränkung und damit der Qualitätsförderung.
     
ÄPFELSÄURE   Eine der beiden wichtigsten Fruchtsäuren in der Traube kann durch biologioschen Säureabbau verringert werden.
     
AROMA / AROMEN   Nachweisbare flüchtige Inhaltsstoffe des Weines, die sich in Geruch und Geschmack ausdrücken.
     
ASSEMBLAGE    Verschnitt von Weinen aus verschiedenen Rebsorten mit der Zielsetzung, ein möglichst optimales Ergebnis zu erreichen.
     
BADISCH ROTGOLD   Rotling: eine Spezialität aus Baden, die durch gemeinsame Kelterung von Grau- und Spätburgundertrauben entsteht.
     
BEGRÜNUNG   In der Rebzeile gesäte oder durch natürlichen Aufwuchs gewachsene Gräser und Blattkräuter. Die Begrünung schützt vor Erosion und begünstigt das Bodenleben und damit die Humusbildung.
     
BEREICH   Herkunftsbezeichnung für einen Teil eines bestimmten Anbaugebietes, der sich aus mehreren Lagen zusammensetzt. Bereichbezeichnungen können nur für Qualitätsweine und Qualittäsweine mit Prädikat verwendet werden.
     
BIOLOGISCHER SÄUREABBAU   Umwandlung der Äpfelsäure in Milchsäure und Kohlendioxid durch spezielle Bakterien.
     
BLANC DE BLANC   Nur aus weißen Trauben gekelterter Schaumwein oder Champagner aus 100 Prozent Chardonnay-Trauben.
     
BLANC DE NOIRS   Wein mit heller Frabe, der durch Keltern von roten Trauben gewonnen wird, die nur ganz kurz oder gar nicht mit der Maische in Kontakt kommen.
     
BÖCKSER   Gärfehler, der vor allem Jungweinen einen unangenehmen Geruch von faulen Eiern verleiht.
     
CAVA   Amtliche spanische Bezeichnung für Schaumwein, der nach der Méthode champenoise hergestellt wurde
     
CHAPTALISIEREN   Französosch für das Anreichern des Mostes mit Zucker vor der Gärung, um einen höheren Alkoholgehalt des Weines zu bekommen.
     
CHâTEAU   Besonders in Frankreich häufig verwendeter Begriff für ein Weingut. Es kann sich sowohl ein Schloss als auch ein kleines Anwesen dahinter verbergen. Keine Klassifizierung!
     
COSECHA   Spanisch für Ernte oder Jahrgang
     
DEGOGIEREN   Entfernen des Bodensatzes der sich bei der zweiten Vergärung von Champagner in der Flasche gebildet hat.
     
DIABETIKERWEIN   Die Angabe "Für Diabetiker geeignet" unter Hinzufügung der Worte "nur nach Befragen des Arztes" darf verwendet werden, wenn der Wein je Liter höchstens 4 g Glukose bzw. 20 g Gesamtzucker (berechnet als Invertzucker) sowie maximal 12 Vol.-% tatsächlichen Alkohol und einen reduzierten Gehalt an schwefliger Säure aufweist. Die für einen Diabetiker wichtigen Werte (Alkohol, Restzucker, physiologischer Brennwert) sind auf dem Etikett anzugeben mit Anagben über diätische Werte.