So vielfältig wie die Region sind auch ihre Weine. Das zeigt sich ganz besonders am Beispiel des Badischen Winzerkellers in Breisach. Hier werden jedes Jahr 500 bis 600 verschiedene Rote, Weiße und Rosés getrennt nach Lagen, Sorten und Qualitätsstufen in einer natürlichen Kellerwirtschaft ausgebaut.

Hauptaugenmerk wird dabei auf die typisch badischen Rebsorten gelegt, die nach traditionellen Verfahren gepaart mit modernster Technik verarbeitet werden, z. B. Müller-Thurgau, Gutedel und Spätburgunder Rotwein.

Leichter Sommer-Weingenuss

Knackiges Gemüse, gegrillter Fisch, mageres Fleisch – im Sommer wird die Küche leicht und lecker. Welche Weine dazu passen? Süffige Sorten in allen Farben. Hauptsache frisch und fruchtig!

Sommerweine sollten frisch, fruchtig, leicht und unkompliziert sein. So harmonieren sie mit den sommerlichen Gerichten und überdecken sie nicht. Vertreter mit diesen Charaktereigenschaften gibt es in allen Schattierungen.

Doch auch bei Weinen gilt: Weiß ist die Farbe des Sommers. Helle Tropfen weisen zumeist einen geringeren Alkoholgehalt auf, dafür mehr Säure, die den Wein frisch und fruchtig schmecken lässt. Außerdem werden sie kühler serviert. Typische Vertreter: Riesling, Weißer Burgunder oder Silvaner – trocken oder halbtrocken ausgebaut.

Experte in Sachen Sommerweine ist die badische Winzergenossenschaft Jechtingen. Werner Giener, Kellermeister des ausgezeichneten Traditions-Betriebes (belieferte schon die Oscar-Verleihung), empfiehlt einen Grauen Burgunder, gut gekühlt auf 10 °C. Der verströmt einen herrlichen Duft und verwöhnt mit feinrassigem, fruchtigem Geschmack.

Doch nicht nur die weißen Rebsorten liegen den Jechtingern am Herzen. Die Winzergenossenschaft vom Kaiserstuhl plädiert auch für Rosés und Rote als Sommerweine. Samtig mit fruchtigem Aroma kommen z. B. die Spätburgunder daher. Ihr Geschmack erinnert an dunkle Beeren und Kirschen. Am besten trinkt man den gerbstoffarmen Roten ein wenig kühler als im Winter (ca. 16 °C), die halbtrockenen Varianten gerne bei noch geringerer Temperatur oder – ganz im Trend – sogar auf Eiswürfeln.

 

Grüße aus den Dolomiten

Die Dolomiten sind nicht nur ein echtes Urlaubsparadies – im bergig– mediterranen Klima des Trentino entstehen auch Weine von höchster Qualität, wie die von Mezzacorona.

Das Trentino, eine traumhafte Region auf der Südseite der Alpen gelegen, geschützt vor den kalten Winden Nordeuropas. Im milden Mittelmeerklima dieser von Tälern und Bergketten geprägten Landschaft gedeihen Trauben und Weine bester Qualität.

Das beweist z. B. die Weinkellerei Mezzacorona, ein Traditionsbetrieb, der seit 1904 für elegante, raffinierte rote und weiße Tropfen steht.
Eine präzise Auswahl der Anbaugebiete, die Weiterentwicklung neuer Anbaumethoden sowie strengste Kontrollen der Trauben sind das Erfolgsgeheimnis von Mezzacorona.

Mit großer Sorgfalt bearbeiten die genossenschaftlich angeschlossenen Winzer ihre Weingärten, von Anbau und Weinlese bis hin zur Auslese und Anlieferung.

Auch auf dem deutschen Markt haben die Weine aus dem Trentino zahlreiche Fans. Ob Weiß oder Rot, Pinot Grigio, Chardonnay, Müller Thurgau oder Merlot Merlot – die Eleganz der charakterstarken Mezzacorona-Weine und die konstante Qualität überzeugen viele Weintrinker.

Besonders beliebt: die blumigen, nach exotischen Früchten duftenden Sorten Pinot Grigio und Chardonnay (Mezzacorona ist Italiens größter Produzent dieser beiden Sorten). Aber auch die roten Vertreter Merlot und Cabernet Sauvignon mit ihren Waldfrucht- und Schokoladenaromen werden hoch gelobt – als Begleiter zu mediterranen Speisen genauso wie als vollmundige Tropfen in der großen, geselligen Runde.

Kalifornische Weine

Weine aus dem Westen der USA erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die Gründe: der Geschmack und ein Land, das für den Weinbau prädestiniert ist, sowie eine Familie, die die Geschichte des kalifornischen Weines geprägt hat.

Lange Vegetationszeiten, warme, trockene Tage, gefolgt von kühlen Nächten in einer vielfältigen Landschaft: Das sind beste Klima- und Bodenbedingungen für exzellente Weine. Voraussetzungen, die ganz Kalifornien bietet, vor allem aber das Sonoma County, das kontrastreiche Gebiet fruchtbarer Täler und sanfter Hügel im Norden von San Francisco – der Wiege des kalifornischen Weinbaus und Herkunftsort bester roter und weißer Tropfen.

Vor 75 Jahren, direkt nach dem Ende der Prohibition, entschlossen sich die Brüder Ernest und Julio Gallo Weinerzeuger zu werden. Von ihren Ersparnissen kauften sie Fässer, eine Presse und legten los. Schon bald waren Gallo-Weine in Amerika ein Begriff. Weinberge, speziell in den Spitzenlagen des Sonoma County, kamen hinzu. Trotz des rasanten Aufstiegs ist Gallo ein Familienunternehmen geblieben, was auch das Etikett: „Gallo Family Vineyards” zeigt.

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit mit seinen opulenten Genüssen präsentiert sich Gallo unter dem Motto „Gallo. Gemeinsam genießen”. Denn gemeinsamer Genuss mit Familie oder Freunden – dafür sind Weine wie der aromatische Cabernet Sauvignon oder der beliebte Chardonnay wie geschaffen. Schließlich lautet das Credo der Familie Gallo, für jeden Anlass und jeden Weinfreund das ideale Erzeugnis zu bieten.

Dornfelder

Lange wurde er verkannt – zu Unrecht! Heute ist der fruchtige Rotwein in aller Munde. Vor allem im Süden Deutschlands produziert man hervorragende Weine.

Der Dornfelder ist ein junge deutscher Wein, der Mitte der 1950er als Deckwein angebaut, wurde, um anderen Weinen mehr Farbe zu verleihen. Heute zählt die Kreuzung aus Frühburgunder, Trollinger, Portugieser und Lemberger zu den klassischen Sorten der Pfalz. Bei den Niederkirchener Weinmachern wächst er in besten Lagen und zeichnet sich durch exzellente Eigenschaften aus: fruchtig, körperreich und mit milder Säure.

Das Zusammenspiel von sonnigmildem Klima, besten Böden und engagierten Winzern macht die Weine der Niederkirchener Weinmacher, einer über 100 Jahre alten Winzergenossenschaft, einzigartig. Die Winzer verfügen über großes Können, umfassendes Wissen und innovative Ideen. Das gemeinsame Ziel: hervorragende Weine rund um Niederkirchen an- und auszubauen. Mit Erfolg: Die Spitzenweine werden international mit hohen Auszeichnungen prämiert. Die Weinmacher arbeiten qualitätsorientiert und gelten als eine der innovativsten und persönlichsten Genossenschaft der  Pfalz. Ihr Leitsatz: „Qualitätssteigerung durch Ertragsreduzierung” – sprich Qualität statt Quantität.

Schwarzriesling

Die Trauben sind dunkel – und werden trotzdem, wie der bekannte Weißwein, Riesling genannt. Wir stellen Ihnen die Spezialisten für diese Rebsorte vor.

Der Schwarzriesling ist für viele Weingenießer eine Neuentdeckung. Kein Wunder: Während der weiße Riesling mit 21.197 ha Anbaufläche die in Deutschland am weitesten verbreitete Rebsorte ist, kommt sein dunkler Bruder eher selten daher: Lediglich 2,4 % der Fläche sind vom Schwarzriesling besetzt. Wie die Trauben dieser Ur-Burgunderrebe zu ihrem Namen gekommen sind? Durch die Ähnlichkeit der Traubenform mit der des weißen Rieslings!

Die Weine, die aus der Schwarzrieslingtraube entstehen, sind farbkräftig (rubinrot), körperreich, samtig und zumeist sehr fruchtig. Sie überraschen nicht selten mit einem feinen Beerenaroma und passen zum dunklen Braten (beispielsweise Rind oder Lamm) genauso wie zu milden Käsesorten. Typische Gegend für den Schwarzriesling: Württemberg. Hier kommen die  meisten Vertreter dieser rassigen Rebsorte her. Führender Erzeuger und damit Spezialist in Deutschland ist die Lauffener Weingärtnergenossenschaft.

Die Weine der 1935 gegründeten WG gedeihen in der sonnenverwöhnten Lauffener Neckarschleife an Muschelkalkhängen und auf Kies- und Schotterablagerungen. Bei 69 % der hier angebauten Rebsorten handelt es sich um Schwarzriesling! Es entstehen Spezialitäten wie der „Lauffener Katzenbeißer Schwarzriesling”, den das internationale Magazin „Weinwirtschaft” 2006 zum deutschen Rotwein des Jahres gewählt hat.