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Hackfleischkunde

Hackfleischkunde
Was haben Leibgerichte wie „Königsberger Klopse“ und „Falscher Hase“ gemeinsam? Richtig, sie bestehen aus Hackfleisch! Bei uns erfahren Sie, wie sich die einzelnen Sorten unterscheiden und wofür sie sich am besten eignen.

Die einfachen Dinge sind oft die besten – so verhält es sich auch mit Hack: Hackfleischgerichte sind meist unaufwändig, begeistern Alt und Jung und schonen dabei noch den Geldbeutel.

Einziger kleiner Nachteil: Das stark zerkleinerte Fleisch ist empfindlich und verdirbt leicht. Deshalb sollte es nie lange gelagert werden und immer erst kurz vor der Zubereitung aus der Kühlung genommen werden. Am besten verarbeitet man Hack direkt am Tag des Einkaufs oder friert es ein: Im gefrosteten Zustand ist es bis zu 3 Monate haltbar.

Gemischtes Hackfleisch



Gemischtes Hackfleisch


Gemischtes Hackfleisch besteht zu gleichen Teilen aus Schweine- und Rinderhack. In Deutschland ist diese Sorte weit verbreitet und sehr beliebt, da sie sich ideal zur Herstellung von Frikadellen und Hackbraten eignet. Sie darf einen Fettgehalt von 30 Prozent nicht überschreiten.


SchweinehackfleischSchweinehack


Schweinehack eignet sich durch seinen hohen Fettgehalt von bis zu 35 Prozent perfekt für saftige Zubereitungen – z. B. mit Schmorgurken – und zum Füllen von Gemüse, wie z. B. Zucchini. Eine Variante des Schweinehacks, die roh verzehrt wird, ist Mett bzw. Hackepeter. Es ist fertig gewürzt und wirst meist mit Zwiebelringen oder -würfeln als Brötchenbelag angeboten. Ganz klassisch - für Partybüfetts - wird Mett in Form eines Igels serviert. Dazu wird das Fleisch wie ein Igel geformt und mit hineingesteckten Zwiebelringen oder Salzstangen als Stacheln verziert.

 

Rinderhackfleisch
Rinderhack


Für Figurbewusste eignet sich besonders Rinderhack – es enthält höchstens 20 Prozent Fett. Knusprig angebraten eignet sich das magere Fleisch wunderbar für Reis- und
Nudelpfannen, schmeckt aber auch toll als Füllung für Teigtaschen.
 

 

TatarTatar


Tatar ist die Luxusversion des Rinderhacks. Es wird aus hochwertigem, fettarmem Muskelfleisch, wie z. B Filet, hergestellt und sehr feinzerkleinert. Ganz klassisch wird es roh mit einem Eigelb, gehackten Zwiebeln, Kapern und Sardellenfilets verzehrt. Lammhackfleisch spielt vor allem in der orientalischen, aber auch in der südosteuropäischen Küche eine große Rolle und wird z. B. zu Cevapcici verarbeitet. Sorten wie Geflügel- oder Wildhack kommen in Deutschland eher selten auf den Tisch und müssen zumeist vorbestellt werden. Beide Sorten sind leckere Füllungen für Teigtaschen und Gemüse

 

Tipp

Mit ein paar Tricks sind Zubereitung und Aufbewahrung von Hackfleisch ganz leicht

Lockere Sache

Für eine besonders lockere Konsistenz der Hackzubereitung mengen Sie pro 500 g Hack entweder 1 eingeweichtes Brötchen, 1 große gepresste Kartoffel, 1–2 EL gegarten Reis, 2–3 EL Quark oder 2 EL eingeweichte Haferflocken unter die Masse.


Einheitsgröße für Frikadellen

Besonders schön und vor allem gleich groß werden Hackbällchen, wenn man sie mit einem Eisportionierer formt. Zwischendurch in kaltes Wasser tauchen, damit nichts kleben bleibt. Bällchen dann wie gewohnt braten oder im Ofen backen.


Richtig aufbewahren

Da Hackfleisch schnell verdirbt, sollte es im Kühlschrank gut verschlossen aufbewahrt und am Einkaufstag verbraucht werden. Wer es einfrieren möchte, der sollte es am besten flach gedrückt in Gefrierbeutel geben und diese gut verschließen.


© famila | © pixabay

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